Die Große Reibn ist eine eindrucksvolle, hochalpine Skidurchquerung durch das Herz des Nationalparks Berchtesgaden – weit, wild und voller Kontraste. Vom Jenner geht es über das Schneibstein Plateau tief hinein ins Steinernes Meer, wo endlose weiße Weiten und schroffe Felsinseln eine fast unwirkliche Kulisse bilden. Die Spur windet sich über wellige Kare, hinauf zu breiten Scharten und wieder hinab in weite Mulden, stets begleitet von atemberaubenden Panoramen auf Watzmann, Funtenseetauern und die schimmernde Einsamkeit des Kärlingerhauses. Die langen, harmonischen Abfahrten belohnen jeden Anstieg – eine Tour, die Abenteuergeist, Kondition und Liebe zur winterlichen Stille vereint.
Aufstieg:
Der Aufstieg der Großen Reibn beginnt meist am Jenner und führt zunächst über das weite Schneibstein Plateau, auf dem die Spur in sanfter Steigung durch offenes, lichtes Gelände verläuft. Bald taucht man tiefer ins Hochgebirge ein: Über breite Kare und lange, ruhige Anstiege gewinnt man stetig Höhe und nähert sich den Übergängen ins Steinerne Meer. Die Landschaft wirkt zunehmend wilder und einsamer, geprägt von sanft geschwungenen Mulden und markanten Felsinseln. Mit jedem Schritt öffnen sich neue, gewaltige Ausblicke auf Watzmann, Funtenseetauern und die umgebene Winterwelt. Der Aufstieg ist lang, kraftfordernd und zugleich wunderbar meditativ. Die Tour umfasst eine Übernachtung am Carl von Stahl Haus und eine weitere Übernachtung im Winterraum des Kärligerhauses (Selbstversorgung).
Abstieg:
Die Abfahrten der Großen Reibn bilden das Herzstück dieser langen Durchquerung: vielfältig, weitläufig und oft überwältigend schön. Nach den Anstiegen öffnen sich immer wieder große, sanft geneigte Kare, die zu weiten, rhythmischen Schwüngen einladen. Steilere Passagen wechseln sich mit breiten Mulden ab, in denen der Schnee häufig geschützt und überraschend pulvrig liegt. Besonders eindrucksvoll sind die Abfahrten hinunter in Richtung Funtensee und später vom Hundstodgatterl, unter dem sich die Landschaft majestätisch ausbreitet. Die letzte und steilste Abfahrt führt uns über den Seilergraben hinunter in das breite Becken des Wimbachtals. Und mit der Ankunft am Wimbach Parkplatz geht ein Erlebnis zu ende, dass man so schnell nicht vergisst.
Anforderungen:
Sehr gute Kondition für Aufstiege von bis zu 8 Std., Erfahrung im hochalpinen Skibergsteigen ist erforderlich, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sollte vorhanden sein.
Ausrüstung:
Komplette Skitourenausrüstung inklusive Harscheisen.
Die LVS-Ausrüstung kann gegen eine Gebühr geliehen werden.